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Anreicherung

Das Verbund-Wasserwerk Witten gewinnt das Wasser aus dem Tal der Ruhr. Ein großer Teil der Anlagen liegt zwischen der Ruhr und dem Mühlengraben, dort wo das Eisenbahnviadukt als markantes Bauwerk das Wassergewinnungsgelände an der Bundesstraße 226 in Witten überspannt.


VWW-Gelände



Das Rohwasser des VWW setzt sich zusammen aus dem natürlichen Grundwasser des Ruhrtals und dem Uferfiltrat, das durch Versickerung des Wassers der Ruhr entsteht. Es wird ergänzt durch die so genannte Grundwasseranreicherung. Hierzu wird Wasser der Ruhr über Langsamsandfilter in den Boden versickert und durch die Bodenpassage sehr effektiv gereinigt. Die verfügbare Grundwassermenge wird so gesteigert.


Schema Anreicherung



Das Wasser für die Grundwasseranreicherung wird dem Mühlengraben entnommen, einem Seitenarm der Ruhr, und über eine Pumpenanlage zur Schnellfilteranlage befördert. Zum Schutz der Pumpen und der Filter wird das Wasser mit einem Grob- und einem Feinrechen von groben Verunreinigungen befreit, wie z.B. von angeschwemmtem Laub oder Ästen.


Feinrechen



Die Schnellfilteranlage wurde in den Jahren 1954 bis 1956 erbaut. Sie entfernt Schmutzpartikel aus dem Ruhrwasser, um die nachfolgenden Langsamsandfilter vor zu rascher Verschmutzung zu schützen.
Um das Ruhrwasser auf die fünf Doppelfilterbecken zu fördern stehen drei Kreiselpumpen zur Verfügung. Ein Turboluftgebläse und eine Spülwasserpumpe kommen bei der Filterreinigung zum Einsatz.


Gebäude Schnellfilteranlage



Die fünf Doppelfilterbecken der Schnellfilteranlage. sind mit Quarzkies gefüllt und entfernen rund 95% der filtrierbaren Stoffe aus dem Ruhrwasser. Die Trübstoffe setzen sich zwischen den Körnern des Filtermaterials ab oder lagern sich an das Filtermaterial an. Als Folge setzen sich die Zwischenräume des Filterbettes immer weiter zu und der Filter muss durch eine Spülung gereinigt werden.


Spülung in der Schnellfilteranlage



Für die Filterspülung wird der Filter aus dem Filtrationsprozess genommen. Ein Turboluftgebläse presst Luft von unten durch das Filterbett, das Filtermaterial wird mobilisiert und die anhaftenden Verschmutzungen durch Reibungskräfte abgelöst. Spülwasser, das mit der Spülwasserpumpe gegen die Filtrationsrichtung durch das Filterbett geleitet wird, befördert die abgelösten Schmutzstoffe aus dem Filter. Das mit Schlamm beladene Spülwasser wird in Schlammabsetzbecken geleitet, in denen sich der Filterrückspülschlamm absetzt. Der gespülte Filter wird wieder in den Filtrationsprozess übernommen.


Schlammabsatzbecken



Das Filtrat der Schnellfilteranlage wird auf die Langsamsandfilter geleitet. Damit wird das Wasser erneut gefiltert.


Langsamsandfilterbecken



Am Überlaufwehr des Einlaufbauwerks wird das Filtrat der Schnellfilteranlage mit Sauerstoff angereichert, bevor sich das Wasser auf das Sandbett des Filterbeckens verteilt. Es passiert den Sand mit geringer Geschwindigkeit. Dadurch ist die Filtrationswirkung sehr hoch. Das Wasser versickert in den Untergrund und erhöht die verfügbare Grundwassermenge, die über die Brunnen aus dem Boden gewonnen werden kann.


Beckeneinlauf



Auf dem Weg zu den Brunnenanlagen sorgt die Bodenpassage für eine sehr effektive Reinigung. Filtrierbare Stoffe werden im Boden zurückgehalten und gelöste Stoffe biologisch abgebaut.