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Eine Wasserwerksführung in Bildern

Feinrechen

Das Oberflächenwasser des Mühlengrabens, einem Nebenarm der Ruhr, wird mit dem Feinrechen von groben Schwebestoffen wie z.B. Laub bereinigt. Im Jahr 1956 wurde der Feinrechen in Betrieb genommen. Über einen Differenzdruckschalter wird bei steigendem Wasserspiegel der Reinigungswagen in Betrieb gesetzt, der dann den Feinrechen automatisch wieder frei kämmt. Die Rückstände werden danach automatisch in den Abfallcontainer befördert.



Schnellfilteranlage

Die Schnellfilteranlage wurde in den Jahren 1954 bis 1956 erbaut. Im Inneren des Gebäudes sind fünf Doppelfilterbecken, drei Kreiselpumpen zur Förderung des Rohwassers, eine Spülwasserpumpe und ein Turbo-Luftgebläse zur Reinigung der Doppelfilterbecken installiert.



Filterbecken

Fünf Doppelfilterbecken sind in der Schnellfilteranlage untergebracht. Die gesamte Filteranlage hat eine Filterleistung von 57.600 m³ Wasser pro Tag. Etwa 95% der filtrierbaren Stoffe im Rohwasser bleiben in der 1,40 m hohen Quarzkiesschicht zurück. Je nach Verschmutzungsgrad werden fünf Doppelfilterbecken rückgespült. Das Schmutzwasser wird anschließend zu den Filtratabsetzbecken befördert. Mit der Filterlaufzeit steigt die Beladung und der Filterwiderstand an. Bei Erreichung des Maximalwertes werden die Filterbecken rückgespült. Das Reinwasser wird anschließend von einer Kreiselpumpe zu den Langsamsandfilterbecken befördert.



Filtratabsetzbecken

Zwei Becken mit einem Fassungsvermögen von je 250 m3 nehmen das anfallende Schmutzwasser, das beim Rückspülen der Filterbecken entsteht, auf. Nach dem völligen Absetzen der Filterrückstände wird das Klarwasser über ein schwimmergesteuertes Ventil - oder im Winter manuell - durch eine Rohrleitung in die Ruhr abgelassen. Von der Unterwasserpumpe wird die Wasser-/Spülschlamm-Suspension durch eine Rohrleitung zu den Trockenbeeten gepumpt.



Einlaufbauwerk

Zur Einleitung des Reinwassers in die Filterbecken befindet sich an der südlichen Seite der drei Langsamsandfilterbecken je ein zentrales Einlaufbauwerk mit einem 1 m breiten Überfallwehr zur Sauerstoffanreicherung.



Langsamsandfilterbecken

Die Seitenwände der Filterbecken sind durch Betonplatten abgedeckt, um ein Einfallen des Erdreiches zu verhindern. Jedes der drei Becken ist durch eine 60 m lange Betonmauer voneinander getrennt. Der Filtersand in den Becken besitzt eine Mächtigkeit von 1 m bei einer Korngröße von 0,2 bis 2,5 mm. In der Untergrundpassage, die zu den Vertikalfilterbrunnen führt, wird das Wasser nochmals mechanisch und biologisch gereinigt.



Brunnengalerie - Vertikalfilterbrunnen

Vertikalfilterbrunnen im Wassergewinnungsgebiet Apfelweide.



Hauptsammelbrunnen

Über Heberleitungen wird das Wasser aus den Vertikalfilterbrunnen in die Hauptsammelbrunnen geleitet. Von hier aus wird das Wasser in eine weitere Aufbereitungsanlage gepumpt. In dieser Anlage erfolgt zunächst in Rieslern eine Entsäuerung (pH-Wert-Anhebung) und abschließend die Reinigung in einem Mehrschichtfilter.



Pumpwerk

Im Jahre 1940 wurde der Grundstein für das heutige Pumpwerk gelegt. 1941 sind die Dampfkolbenpumpen in Betrieb genommen worden. Die Dampfkolbenpumpen sind nach und nach ausgewechselt und dem jeweiligen Stand der Technik angepasst worden. In den darauf folgenden Jahren sind kaum Änderungen am und im Gebäude vorgenommen worden, so dass das Gebäude im Großen und Ganzen in seiner Art erhalten geblieben ist und deshalb im August 1992 unter Denkmalschutz gestellt wurde.



Pumpen- und Steuerungsanlage

1993 wurde der Pumpenraum neu ausgestattet. Pumpen und Elektroantriebsmotoren sind installiert worden, der gesamte Aufbereitungsprozess von der Wasserentnahme aus der Ruhr bis zur Trinkwasserförderung wird seither permanent überwacht und vollautomatisch gesteuert. Alle wichtigen Aggregate sind doppelt ausgelegt, so dass eine hohe Mengen- und Gütesicherung, d.h. eine hohe Versorgungssicherheit der Trinkwasserversorgung, für die nächsten Jahre gewährleistet ist.



Abschlussgespräch

Ob mit Schülern, Studenten oder mit Angehörigen von Vereinen - nach der Wasserwerksführung werden in einer lockeren Diskussionsrunde die offenen Fragen, die im Rahmen der Führung aufgetreten sind, noch einmal erörtert.